Wenn Regeln fehlen: Wie lässt sich die Zahl tödlicher Fahrradunfälle verringern?

Wenn es hart auf hart kommt, wenn einer nicht in letzter Sekunde das Lenkrad herumreißt, wenn statt "Oh man, Glück gehabt" keine Worte mehr gesprochen werden können, dann sind Fahrradfahrer, Fußgänger und Kinder die Verlierer. Gestern ist so ein unfassbares Unglück geschehen. In unserem Kiez ist ein 42-Jähriger Fahrradfahrer unter einen LKW gekommen. Er sei, … Continue reading Wenn Regeln fehlen: Wie lässt sich die Zahl tödlicher Fahrradunfälle verringern?

Ausnahmen im Mittelpunkt: Warum die Mindestlohn-Diskussion für die Regierung ein Problem ist

An dem (aller Wahrscheinlichkeit nach) ab 1. Januar 2015 kommenden flächendeckenden Mindestlohn ist eigentlich nur verwunderlich, dass er nicht schon vor Jahren eingeführt wurde. Der Mindestlohn ist ein Gewinner-Thema für die Politik. Die Deutschen wollen ihn. Denn der Mindestlohn suggeriert Wohltaten. Dass jene mehr Geld bekommen, die wenig haben. Und im Gegensatz zum Rentenpaket muss die … Continue reading Ausnahmen im Mittelpunkt: Warum die Mindestlohn-Diskussion für die Regierung ein Problem ist

Wie wir um Menschen werben: der Flyer

Wie viele Millionen Euro verdienen wohl Briefzusteller (allen voran die Deutsche Post) in Folge der millionenfach auf Briefkästen klebenden "Bitte keine Werbung einwerfen"-Sticker? Weil es fast nur die euphemistisch als "Infobrief" betitelte Werbung am Aufkleber vorbei schafft. Da die Verschickung per Infobrief Werbetreibende vermutlich ein Mehrfaches kostet als etwa Schülern für 8 Euro die Stunde … Continue reading Wie wir um Menschen werben: der Flyer

Straßenkonzert ohne Hut: Wie man (auch heute noch) Musikmillionär werden kann

Die Musikindustrie ist bekanntlich nicht am Ende. Apple zum Beispiel hat gerade mit dem Kauf von Beats Music eine halbe Milliarde Dollar dafür ausgegeben, beim Musikverkauf wieder den Anschluss zu finden. Dass es auch für Künstler ein erfolgreiches (Geschäfts)Leben geben kann, dafür ist Mike Rosenberg aus Brighton (Künstlername Passenger) ein schönes Beispiel. Eine kurze Ankündigung auf seinem Facebookprofil (mehr … Continue reading Straßenkonzert ohne Hut: Wie man (auch heute noch) Musikmillionär werden kann

Wie wir um Menschen werben: Der Mengenrabatt

Eine Klassiker der Werbung, der Mengenrabatt: Je mehr wir von einem Produkt kaufen, desto günstiger die einzelne Einheit. Schön in Szene gesetzt (Weinangebot im Foto) von der Kneipe Eka am Berliner Helmholtzplatz. Warum Verkäufer Mengenrabatt geben, ist offensichtlich: Sie wollen mehr verkaufen. Und sie nehmen dafür in Kauf, dass mit steigender Menge der Gewinn pro … Continue reading Wie wir um Menschen werben: Der Mengenrabatt

Print-only: Texte aus meiner Zeit beim Südkurier

Einige Artikel aus meiner Zeit  bei der Regionalzeitung Südkurier: Gipfel im tiefen Tal, 31. März 2009 Das Leben der Anderen, 24. Mai 2007 Geld und Ideologie, 4. April 2007 Zurück ins Paradies, 31. März 2007 Was zu retten ist, 10. Februar 2007 Die Meinungsmacher, 7. Februar 2007 Wir lieben Lebensmittel, 23. Januar 2007 Unser beheiztes Leben, 23. … Continue reading Print-only: Texte aus meiner Zeit beim Südkurier

Erfolg der Besitzstandswahrer: Warum die Initiative “100% Tempelhofer Feld” gewonnen hat

Ergebnisse von Volksentscheiden haben die Tendenz zum Strukturkonservatismus. Das alles so bleibt wie es ist. Mindestens bei Abstimmungen über Bebauungsfragen. Weil jene abstimmen, die durch Veränderung was zu verlieren hätten. Die Eingesessenen, die Altmieter, die Wohnungseigentümer - die Besitzstandswahrer also. Die möglichen Gewinner sind unbestimmt. Jene, die etwa durch neuen Wohnraum in neuen Wohnraum ziehen … Continue reading Erfolg der Besitzstandswahrer: Warum die Initiative “100% Tempelhofer Feld” gewonnen hat

Wie wir um Menschen werben: Die Stellenanzeige

Vermutlich wird nirgendwo die Wirklichkeit häufiger gebogen als bei der Anbahnung von Arbeitsbeziehungen. Übertroffen vielleicht nur vom Heiratsmarkt. In beiden Fällen hat die positive Selbstdarstellung seinen Grund. Es geht um langfristige Verträge von großer (finanzieller) Wichtigkeit. Die Mittel (Euphemismus und Übertreibung) heiligen den Zweck (dauerhaftes Einkommen, eventuell auch Prestige). So werden aus Urlauben "Auslandserfahrungen" und … Continue reading Wie wir um Menschen werben: Die Stellenanzeige

Warum der Mindestlohn Arbeitgeber glücklich macht (und hunderttausende Arbeitnehmer unglücklich)

Die Regierung liefert, was sie im Koalitionsvertrag versprochen hat. Ab 1. Juli werden die Älteren zufrieden gestellt, ab kommendem Jahr die Menschen mit niedrigem Einkommen. 8,50 Euro wird ab 1. Januar 2015 der gesetzliche Mindestlohn betragen. Mindestens 4,6 Millionen Deutsche werden davon betroffen sein, vermuten Hagen Lesch, Alexander Mayer und Lisa Schmid vom Institut der … Continue reading Warum der Mindestlohn Arbeitgeber glücklich macht (und hunderttausende Arbeitnehmer unglücklich)

Griechenland wählt radikale Linke – Oder: Es kommt wie es kommen muss

That's what Neue Politische Ökonomie had expected: Dass die Reformanstrengungen in Griechenland abgewählt werden. So spielt es sich nämlich häufig ab: Ein Land gerät in eine Schuldenkrise und ruft nach Hilfe. Staaten oder staatliche Institutionen finden sich, die unter "strengen Auflagen" Geld geben. Nachdem das Geld gegeben ist, ermatten die Reformanstrengungen, weil das erste Ziel der Reformanstrengungen … Continue reading Griechenland wählt radikale Linke – Oder: Es kommt wie es kommen muss