Wie verändert die Digitalisierung die Demokratie?

Nie hatten die Menschen einen besseren Zugang zu Informationen. Das müsste eigentlicht die Funktionsfähigkeit von Demokratien verbessern. Weil sich die Menschen leichter bilden können und sie damit kompetenter und kritischer werden. Dass dem nicht so ist, sagt einem das Bauchgefühl schon eine Weile. Dieses Bauchgefühl bestätigen nun die beiden Ökonomen Filip Matejka und Guido Tabellini:„Wie verändert die Digitalisierung die Demokratie?“ weiterlesen

Finanztransaktionssteuer: Das Ausland freut’s

Unklüger als die egozentrische America-first-Politik von Donald Trump ist eine Politik, welche nationale Interessen ganz offensichtlich konterkariert. So wie bei der geplanten Finanzierung der Grundrente. Eine Steuer auf den Kauf von Aktien (0,2 Prozent ab 2021) soll das Wahlgeschenk bezahlen. Nach den Plänen von Finanzminister Olaf Scholz würden dabei nur Steuern auf jene Aktien von„Finanztransaktionssteuer: Das Ausland freut’s“ weiterlesen

Nöfer-Interview: Stadtplanung für die Menschen

Ein mir aus dem Herzen sprechendes Interview in der FAZ von heute mit Tobias Nöfer vom Architekten und Ingenieur-Verein zu Berlin, der Kopenhagen als Vorbild für die Stadtplanung sieht, weil dort das Straßenbild konsequent auf die Bedürfnisse der Menschen angepasst werde. „Was Touristen für einen Babyboom halten, ist einfach nur der Umstand, dass Kinder plötzlich„Nöfer-Interview: Stadtplanung für die Menschen“ weiterlesen

Der schlechte Deal bei der Grundrente

Die CDU weiß, dass die SPD bei der Grundrente nicht dahin zurück kann, was sie im Koalitionsvertrag unterschrieben hat. Nämlich, dass einen Rentenaufschlag nur jene erhalten sollen, die auch bedürftig sind. Die SPD würde ihr Gesicht verlieren und die CDU vermutlich ihren Regierungspartner. Die CDU hat im Grundrenten-Konflikt einiges und doch deutlich weniger zu verlieren.„Der schlechte Deal bei der Grundrente“ weiterlesen

Warum gibt es in der sozialen Marktwirtschaft Umweltprobleme?

Lassen sich Umweltprobleme wie der Klimawandel mit marktwirtschaftlichen Mitteln lösen, oder ist die Marktwirtschaft Verursacher der Probleme? – Vermutlich tendiert die Mehrheit der Deutschen zu letzterer These und vermutlich die große Mehrheit der Umweltbewegten in der Fridays for Future-Bewegung ebenso. Aus Sicht der Freunde sozialer Marktwirtschaft wäre das wenig erfreulich. Auf der anderen Seite: Dass„Warum gibt es in der sozialen Marktwirtschaft Umweltprobleme?“ weiterlesen

Use markets to save the planet

Die Marktwirtschaft hat in der Klimaschutzdebatte einen schweren Stand. Auf den ersten Blick zu Recht. Die Arbeitsteilung mittels Märkte hat Teilen der Menschheit großen Wohlstand gebracht, gleichzeitig aber auch zu vielfältigen Umweltproblemen geführt. Der Klimawandel infolge des Verbrennens fossiler Energieträger ist da nur eines, wenn auch – global betrachtet – vermutlich das größte Problem. Wer„Use markets to save the planet“ weiterlesen

Kausalität und Korrelation: Bestimmt das Einkommen die Lebenserwartung?

“Die Lebenserwartung steigt mit dem Lohneinkommen”, schreibt der Spiegel  in Auswertung des DIW-Papers „Besserverdienende profitieren in der Rentenversicherung zunehmend von höherer Lebenserwartung“ und suggeriert damit eine Kausalität, wonach die Einkommenshöhe die Lebenserwartung deutlich mitbedinge. Wie diese Kausalität zustande kommen soll, darüber liest man im Spiegel nichts. These: Sie gibt es so nicht. Die Möglichkeiten, Gesundheitsleistungen in„Kausalität und Korrelation: Bestimmt das Einkommen die Lebenserwartung?“ weiterlesen

Auf der Suche nach Gewinnern: Was wären die Konsequenzen einer Enteignung von Wohnungen?

“Markt macht Armut – Wohnen ist ein Menschenrecht”: Unter diesem Motto haben am Wochenende (nach Veranstalterangaben) 40.000 Menschen in Berlin demonstriert (hier Bewegbilder). Es ging gegen hohe Mieten und den Auftakt des Volksbegehrens “Deutsche Wohnen & Co. enteignen”. Wer aber würde durch eine Enteignung von Wohnungsbau- und Wohnungsvermietungsfirmen eigentlich gewinnen, wer verlieren? Ein Überblick.

Klimaschutz als Geschäftsmodell: Wem die Politik die Klimarettung überlassen sollte

Politikern wird bekanntlich gerne (und in der Regel zurecht) vorgeworfen, dass sie nur in der kurzen Frist denken können. Bis zur nächsten Wahl, höchstens die Spanne des eigenen Politikerlebens im Blick habend. Da klingt es zunächst erfreulich, dass in der politischen Debatte um den Klimaschutz die kommenden Jahrzehnte in den Fokus gerückt sind.

Wir sollten Arbeit statt Nicht-Arbeit fördern

Soll Nicht-Arbeit stärker als bisher alimentiert werden? Durch eine Reform von Hartz IV? Durch ein bedingungsloses Grundeinkommen? Der Zeitpunkt für eine solche Debatte könnte unpassender nicht sein: Die Zahl der Hartz IV-Bezieher geht zurück (trotz vieler Geflüchteter), die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt hoch und das Verhältnis von Rentnern zu Arbeitenden wird weiter zunehmen.