Warum ist die US-Waffenlobby so erfolgreich?

In keinem halbwegs friedlichen Land sterben mehr Menschen durch Schusswaffen als in den USA. In keinem halbwegs friedlichen Land gibt es mehr Waffen als in den USA (siehe Stern-Grafik über weltweiten Waffenbesitz). Der grundlegende Zusammenhang ist also simpel: Je mehr Waffen gehortet werden, desto mehr Menschen werden erschossen.

Warum aber ist es in einer Demokratie so schwer, die Zahl der Waffen zu reduzieren? Oder anders gefragt: Warum ist die US-amerikanische Waffenlobby National Rifle Association (NRA) so erfolgreich?

Weil sich in der Demokratie nicht immer die Mehrheit, sondern häufig gut organisierte Interessengruppen durchsetzen.

Diese aus der Neuen Politische Ökonomie (Public Choice) bekannte These überträgt der Ökonomie-Professor Mike Munger im neuesten Video der liberalen Bildungsplattform Learn Liberty auf die US-amerikanische Waffenlobby.

Demnach sind Interessengruppen immer dann durchsetzungsstark, …

  • … wenn vom Erfolg der Gruppe jeder Einzelne stark profitiert.  Denn das erhöht die Motivation jedes Einzelnen, sich zu engagieren. Ein Beispiel ist etwa der Lobby-Einsatz um Subventionen für eine Branche (großer Einzelnutzen für wenige). Ein Beispiel dagegen, wo es häufig an guter Lobbyarbeit fehlt, ist die Verbesserung von Konsumentenrechten (geringer Einzelnutzen für viele).
  • … wenn die Gruppe klein ist, weil dann das Trittbrettfahrer-Problem geringer ist (trifft auf die NRA nicht zu, da ziemlich groß).

(Def. Trittbrettfahrer-Problem:

Das Trittbrettfahrerproblem (engl. free rider problem) bezeichnet ein Problem kollektiven Handelns, das bei der Nutzung von Gemeingütern auftreten kann, wenn Wirtschaftssubjekte den Nutzen eines Gutes ohne Gegenleistung erlangen. Es tritt sowohl bei reinen öffentlichen Gütern als auch bei Allmendegütern auf, da dort ein Ausschluss von der Nutzung solcher Güter nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand möglich ist. Der Name leitet sich vom Schwarzfahren auf den Trittbrettern von Straßenbahnen ab. )

  • … wenn es der Gruppe gelingt, selektive Belohnungen jenen zu geben, die sich besonders engagieren. Beispiel: Streikgeld von Gewerkschaften.

 

Keinen Post verpassen? Folgen Sie dem Pixelökonom auf Facebook, Twitter, Google+ oder abonnieren Sie den RSS-Feed.

3 Gedanken zu “Warum ist die US-Waffenlobby so erfolgreich?

  1. selten so einen quatsch gelesen, wobei man zu deiner entschuldigen einräumen muss, dass schon die quelle deiner grafik mit dem quatsch angefangen hat. interessant ist, dass die schweiz auf dem bildchen fehlt. hätte wahrscheinlich schlecht ins weltbild gepasst (jeder wehrfähige mann hat eine knarre im schrank, aber wenig tötungsdelikte). d

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s