Die Trittbrettfahrer von Kattowitz

Der Klimaschutz leidet bekanntlich unter dem Trittbrettfahrer-Problem. Die Folge: Jedes Land hat ein Interesse, weniger als notwendig gegen den Klimawandel zu tun. Wie erfolgreich ist deshalb wohl mutmaßlich eine Klimaschutzpolitik, wie sie jetzt auf der Weltklimakonferenz in Kattowitz bestätigt wurde, bei der jedes Land weiter seine eigene Klimapolitik betreiben kann?

Was es braucht, ist ein einfach handhabbares sowie zu kontrollierendes und für möglichst alle Staaten verpflichtendes System zur Begrenzung des CO2-Ausstoßes. So dass der Ausstoß tatsächlich gedeckelt werden kann. Ein solcher Emissionszertifikatehandel wird von der Politik mehrheitlich (unter anderem von Bundesumweltministerin Svenja Schulze, SPD) abgelehnt. Vielleicht weil die Vorstellung noch immer nicht mehrheitsfähig ist, dass mit Marktmechanismen Klimaproblemen wirksam begegnet werden kann. Vielleicht auch weil dann die tatsächlichen Kosten des Klimaschutzes nicht nur sichtbar würden, sondern tatsächlich bezahlt werden müssten. Das Problem dabei: Je länger mit dessen Einführung gewartet wird, desto höher wird der Preis.

Veröffentlicht von Johannes Eber

In Berlin living economist, Senior Consultant at Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) and founder of the media agency Solokarpfen.

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