Von wegen politikverdrossen

Wähler-Wanderungsbewegungen Wahl Mecklenburg-Vorpommern
Kaum ein politischer Kommentar, der nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern nicht betont, wie viele Menschen der aktuellen Politik überdrüssig seien. Dass sie die gegenwärtige politische Kaste im Allgemeinen zunehmend ablehnen würden und die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel im Speziellen. Der Punkt ist: Es stimmt nicht, wissen die Demoskopen. Demnach ist nicht nur in allen vier Landtagswahlen in diesem Jahr die Wahlbeteiligung gestiegen, das Plus für die AfD ist zum erheblichen Teil nicht Folge von Stimmenverlusten der etablierten Parteien, sondern der Mobilisierung der Nicht-Wähler geschuldet. „Eine Wechselstimmung, gar ein flächendeckendes Misstrauen gegen die ‚Altparteien‘, sieht anders aus„, schreibt Daniel Deckers in seiner erhellenden Analyse in der FAZ. So hat die SPD zum Beispiel bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 4000 Stimmen mehr erhalten als bei der Wahl vor fünf Jahren. Deckers: „So bunt, so vielfältig und so elastisch zeigte sich die parlamentarische Demokratie in der Bundesrepublik eigentlich noch nie.“

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