Wer es sich leisten kann, zieht aus – oder: Wie Wohlstand Motivationen offensichtlich macht

Man erkennt die Menschen bekanntlich weniger an ihren Worten, als an ihren Taten. So wird bisweilen gerne das Bild vom segensreichen Zusammenleben mehrerer Generationen unter einem Dach beschworen. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Je wohlhabender Gesellschaften sind, desto seltener gibt es solche Formen des Zusammenlebens. 

Die Regel ist vielmehr: Wer es sich leisten kann, zieht aus. In nur gut einem Viertel (28,1 Prozent) aller Haushalte in Deutschland lebt mehr als eine Generation, zeigen die neuesten Mikrozensus-Daten des Statistischen Bundesamtes. In aller Regel sind das Erwachsene mit ihren ledigen Kindern (26,9 Prozent aller Haushalte). 

Nur in 0,7 Prozent aller Haushalte leben mittlere und ältere Generation zusammen. Und nur in 0,5 Prozent aller Haushalte leben drei oder mehr Generationen. Mit stark abnehmender Tendenz: Zwischen 1995 und 2015 ist deren Zahl um 40,5 Prozent von 351.000 auf 209.000 gesunken. 

Der wachsende Wohlstand offenbart, dass der idyllische Mehrgenerationen-Haushalt schon immer eine Ausnahme war.

Ein Kommentar zu „Wer es sich leisten kann, zieht aus – oder: Wie Wohlstand Motivationen offensichtlich macht

  1. Zusammenwohnen entsteht teilweise tatsächlich aus der Not heraus. Bei den Eltern wohnen zu bleiben, spart ggf. eine Menge Geld. Kann jedoch auch verhindern, dass man selbstständig wird und führt zu Streitereien.

    Ich bin selbst mit 18 ausgezogen.

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