Wenn Milch Wohlstand vernichtet…

“Die Bundesregierung bestätigte am Dienstag, dass eine Summe von sechzig bis hundert Millionen Euro Staatshilfe für Bauern geplant sei; der Bauerverband fordert darauf deutlich mehr.” FAZ, S. 1, 18. Mai 2016 

Die deutschen Milchbauern leiden. Sie hatten über Jahrzehnte ihre Produktion rationalisiert. Mit gleichem Aufwand konnte mehr Milch “produziert” werden. Der Preis sank. Jetzt ist er unter 20 Cent pro Liter gefallen. Weniger als die Herstellung kostet. Ein Indiz für Überkapazitäten. In allen anderen Branchen würden diese nun abgebaut. Unrentable Betriebe würden aussteigen, profitable überleben. Der Preis würde in der Folge wieder steigen. So funktioniert Marktwirtschaft. Eine elementare Funktionsweise um Wohlstand zu schaffen. Nur was mehr bringt als es kostet, generiert Mehrwert. Alles andere ist Wohlstandsvernichtung. Bei der Landwirtschaft ticken die Uhren noch immer anders. Die Überproduktion wird mit dem Geld der Steuerzahler gestützt. Es wird künstlich ein Angebot hochgehalten, dem die Nachfrage fehlt. Verschwendetes Geld, das Probleme konserviert.

Subventionen sind die vielleicht größten Wohlstandsvernichter in einer Sozialen Marktwirtschaft. Nur wenn die Politik für deren Gewährung abgestraft wird, werden sie dauerhaft verschwinden.

Published by Johannes Eber

Berlin-based economist, senior consultant at Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) and co-founder of the media agency Solokarpfen.

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