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„Viele Menschen, besonders solche mit starkem Moralbewusstsein, leisten weiterhin Widerstand gegen Wettbewerb und Gewinnstrebem – allgemein, besonders aber in bestimmten Bereichen wie dem Finanzsektor oder dem Gesundheits- und Bildungswesen. Dabei handelt es sich bei Wettbewerb und Gewinnstreben um die zentralen Funktionsimperative der Marktwirtschaft, denen sie nicht aus ideologischer Verblendung, sondern meist aus besten Wissen und Gewissen entgegentreten. Dass die Marktwirtschaft mit ihren Konnexinstitutionen ein moralisches Unternehmen darstellt, ist an das moralische Bewusstsein und an die moralischen Intuitionen der Menschen bis dato nicht unmittelbar anschlussfähig. Aber eine Kolonialisierung des Systems Marktwirtschaft durch überkommene, unter implizitem Bezug auf vormoderne Gesellschaften entstandene Moralvorstellungen der Lebenswelt würde die Lebenschancen gerade der Menschen massiv beeinträchtigen, denen damit geholfen werden soll, nämlich besonders und vorrangig den Ärmsten der Armen.“

Karl Homann in „Sollen und Können“ S. 246f.

Filed under: society

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In Berlin living economist, blogger, Senior Consultant at Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) and shareholder at Solokarpfen Publishing.

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