Wenn es kein Wachstum gäbe…

  
Wer viel hat, neigte der Ansicht zu, dass es mit dem Wachstum doch nun endlich einmal genug sei. Mehr brauche es nicht. 

Was aber wäre, wenn man dem Ansinnen nachgeben würde? In der Vergangenheit nachgegeben hätte? Wenn man etwa 1972 einen gesetzlichen Wachstumsstopp verhängt hätte (keine Ahnung wie das praktisch umzusetzen wäre)? Dann wären wir heute weniger als halb so auskommend. Vor allem aber: Jene, die wenig haben, hätten auch weniger. 

Umgekehrt heißt das: Wem es in Deutschland heute relativ zu seinen Mitmenschen finanziell nicht so gut geht, dem geht es im Vergleich zu 1972 gut. Das vom Staat bereitgestellte Existenzminimum (Hartz IV) entspricht dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen von 1972, rechnet das Forschungsinstitut IREF vor. Merke: Wohlstand(sanstieg) hilft den Ärmeren!

Ein Kommentar zu „Wenn es kein Wachstum gäbe…

  1. Hinzu kommt noch die weitaus größere (technische) Leistung, die man heute bekommt und die in der allgemeinen Inflationsrate nur höchst unzureichend abgebildet wird. Beispiele: Medizin-, Computer- und Kommunikationstechnik.

    Ein Durchschnittsbürger von 1972 wäre heute unterhalb der Armutsgrenze, was den Lebensstandard betrifft.

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