Die Bildung so schlecht wie die Webseiten?

„Dass unsere Schule aktiv ist, haben wir ja in der Vergangenheit bewiesen“: Webseite der Grundschule am Kollwitzplatz

Das Internet ist der Feind der Schulen – mindestens an den Grundschulen im Prenzlauer Berg (ich informierte mich – beziehungsweise habe es versucht – weil mein Sohn nächstes Jahr schulpflichtig wird). Die Webseiten der meisten Schulen tendieren zum Fiasko: Schlimmes Design, undurchschaubare Navigation, Sackgassen und textfreie Unterseiten. 

Meine Erkenntnis: Wer sich am Computer informieren will, braucht auf allen Schul-Webseiten Zeit und Geduld, oft reicht auch das nicht. 

Auf den ersten Blick ist das unverständlich. Der Informationsbedarf ist groß: Jährlich kommen neue Schüler an die Schulen, deren Eltern wollen sich informieren, und der erste Eindruck ist dabei besonders wichtig. 

Den Schulen scheint das egal zu sein. Vermutlich, weil die Schulen sich gar nicht um neue Schüler kümmern müssen. Die kommen auch so. Werden zugewiesen.

Aber was geschieht eigentlich mit Schulen, wenn sie nicht um neue Schüler werben müssen? Werden sie sich mit allen Kräften um das bestmögliche pädagogische Konzept bemühmen, sich für ein besonders attraktives Bildungsangebot ins Zeug legen?

Und grundsätzlich gefragt: Was macht es mit der Motivation der an der Schule Arbeitenden, wenn die Präsenz ihrer „Klienten“ nicht auf Freiwilligkeit, sondern auf Zwang beruht?

Meine These: Schlechte Webseiten und schlechte Schulen sind zwei Seiten derselben Medaille. Wo der Wettbeweb um Schüler fehlt, kann Qualität nicht entstehen.

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