Es ist der Arbeitsmarkt, stupid!

Die Frage, ob die vielen Flüchtlinge Deutschland dauerhaft zu einem lebenswerteren Ort machen werden, wird nicht am Hauptbahnhof in München entschieden. Bilder sind eindrucksvoll und bisweilen auch folgenschwer. Die Willkommensgesten und -taten zeigen Deutschland im richtigen Licht. Aber ob der freundlichen Aufnahme gemeinsames Leben folgt, wird an anderer Stelle entschieden werden. In der Politik.

Denn Integration gelingt in aller Regel dann, wenn Chancen der Integration vorhanden sind. Gute Ordnungspolitik generiert viele Chancen. Schlechte lässt die berüchtigten Parallelgesellschaften der Ausgeschlossenen entstehen. In Frankreich ist das schrecklich anschaulich zu beobachten.

Thomas Apolte schreibt dies ebenso anschaulich auf dem Blog „Wirtschaftliche Freiheit“. Wie etwa nach dem Zweiten Weltkrieg Millionen Menschen nach Deutschland kamen, alle einen Job fanden und die Arbeitslosigkeit verschwand.

Wie das möglich war? Die Löhne waren extrem niedrig.

Das ist heute kaum mehr vorstellbar. Für eine vollständige Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt müsste das Lohnniveau für einfache Arbeit sinken und dauerhaft niedrig bleiben. Dazu gehört freilich auch, dass der Mindestlohn aufgehoben werden müsste. Das ist politisch kaum denkbar.

Die Menschen ohne regulären Job werden sich dennoch ihr Auskommen suchen. In der Schattenwirtschaft und in anderen Formen der Illegalität. Integration wird so nicht gelingen.

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