Warum wurden die Griechen eigentlich gefragt?

Wie glaubwürdig ist eine Regierung, die über „Geld gegen Reformen“ das Volk abstimmen lässt, ihm empfiehlt, dagegen zu stimmen, dass diese Regierung, nachdem das Volk die Regierung in ihrer Ablehnung unterstützt, „Geld gegen Reformen“ zustimmt? #rethorischeFrage (siehe FAZ: Athen legt angeblich hartes Sparprogramm vor)

Warum die Regierung Tsipras vermeintlich absurd handelt, hat Norbert Berthold bereits am 1. Juni erklärt:

„Was wird politisch tatsächlich passieren? In der Politik dominiert Kurzfrist-Denken. Langfristige Erträge werden weniger gewichtet als kurzfristige Kosten. Das gilt für die Regierung Tsipras und die „Troika“. Die direkten Kosten eines Grexit sind für die griechische Regierung erheblich. Griechenland wäre vom internationalen Kapitalmarkt abgeschnitten. Die trotzdem notwendigen (neoliberalen) Reformen müsste es allein schultern. Hilfe durch ausländisches Kapital erhielte es nicht. Erfüllt die Regierung Tsipras aber die (neomarxistischen) Wahlversprechen und verweigert die notwendigen Reformen, steigt die Arbeitslosigkeit weiter, die Inflation explodiert, die Armut erreicht neue Höchststände. Eine Abwahl ist unvermeidlich. Sie wird deshalb versuchen, an den Fleischtöpfen der EWU zu bleiben.“

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