Wie wir um Menschen werben: Handschrift auf Aufstellern

Handschrift auf Aufsteller

Wir schreiben fast nur noch mittels Tastaturen, aber die Aufsteller vor Cafés sind häufig handgeschrieben. Handschrift signalisiert „Selbstgemachtes“. Und Selbstgemachtes liegt im Trend. Handarbeit schlägt Fabrikprodukt. Auch weil „handmade“ indirekt ein Qualitätssignal ist.

Nicht weil Selbstgemacht per se höherwertig als Fabrikerzeugnisse ist (freilich hilft auch diese Vermutung dem Umsatz), sondern weil der Verkäufer bei eigener Herstellung stärker zu seinen Produkten stehen muss. Er kann sich nicht so leicht aus der Verantwortung ziehen, wenn die Qualität nicht den Kundenerwartungen entspricht. Er hat das Produkt schließlich selbst erstellt, ein Rausreden ist also nicht einfach.

Fazit: Der Verkäufer von Selbstgemachtem wird zu höherer Qualität „gezwungen“, weshalb die Handschrift auf Aufstellern zu Recht Qualität signalisiert.

Allerdings: Das Signal „Handschrift“ kann im Wissen um die Wirkung auch missbraucht werden, dass also „selbstgemacht“ zwar signalisiert, aber nicht eingehalten wird. Meine Erfahrung: Das Signal stimmt häufig (zum Beispiel bei Fräulein Dickes, Aufsteller im Foto). – Oder lass ich mich täuschen? Bewerte ich diese Produkte (da sehr subjektiv) positiver, wenn die Aufmachung handmade signalisiert?

Dieser Post ist Teil der Serie Wie wir um Menschen werben (alle Posts)

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