Die zwei Wege der Bewältigung der Eurokrise: interne Anpassung oder Euroaustritt – Was wird geschehen?

Wie können die Euro-Krisenländer wieder gesunden?

Es gibt im Kern zwei Wege:

  • über eine interne Anpassung (also sinkende Preise und Löhne, geringere Staatsleistungen) oder
  • eine externe Anpassung (Verlassen des Euroraums und damit eine Abwertung des Wechselkurs).

„Stand der polit-ökonomischen Forschung ist, dass in demokratischen Staaten eine interne Anpassung kaum möglich ist,“ sagte Prof. Dr. Stefanie Walter, Lehrstuhl für Internationale Beziehungen und Politische Ökonomie an der Universität Zürich, bei der Veranstaltung Staatsschuldenkrise und kein Ende? des Bankenvebands in Berlin.

Den Schluss, den man daraus ziehen könnte: Früher oder später werden einzelne Länder aus dem Euroraum austreten. Allerdings: „Es gibt mit Bulgarien, Estland, Lettland, und Lettland vier Länder, die in der Vergangenheit ihre Krise über interne Anpassungen bewältigt haben“, so Walter.

Möglicherweise ist diese Strategie insofern notwendig gewesen, weil die Verschuldung der Länder bei bis zu 90 Prozent in ausländischer Währung notiert waren, wodurch einen externe Anpassung (Abwertung) die Staatsschulden enorm verteuert hätte. „Die Wähler haben in einer solchen Konstelation nur zwischen zwei schlechten Alternativen entscheiden können“, so Walter.

„Die Bereitschaft der aktuellen Krisenländer, ihre Krise über interne Anpassungen zu lösen, ist allerdings deutlich geringer als bei den baltischen Staaten, also weniger wahrscheinlich“, so Walter. „Wir werden deshalb mit dieser Krise noch eine ganze Weile zu tun haben.“

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