Frauenquote: Der Zwang zum Fortschritt ist kein Fortschritt

Warum eigentlich gerade der Aufsichtsrat? Es gibt zahlreiche Rechtsformen für Unternehmen in Deutschland; UG, GmbH, KG etc. Es gibt zahllose Berufs- Karriere-, Verwirklichungsmöglichkeiten. Aber ausgerechnet im Aufsichtsgremium der Aktiengesellschaft soll es zukünftig per Gesetz eine Frauenquote geben. Gestritten wird nur noch über Quotenhöhe und Zeitpunkt der Einführung.

Die Antwort auf die Frage „Warum gerade in Aufsichtsräten von AGs?“, lautet: Weil die Politik hier ein Zeichen setzen kann. Schaut, wir tun was für die Gleichstellung von Mann und Frau! – Dabei wird das Gesetz die allerwenigsten Menschen betreffen.

Zum Glück! Denn was als Fortschritt (Gleichberechtigung) verkauft wird, ist Rückschritt. Rückschritt von Freiheit zu Zwang.

Es gibt beim Ziel der Emanzipation nur ein Mittel der Wahl, es lautet Marktwirtschaft.

Markwirtschaft verwirklicht Emanzipation auf Basis von Freiwilligkeit. Wer bei der Auswahl seines Personals einen Mann, einer besser qualifizierten, talentierteren Frau vorzieht, der macht nur die Konkurrenz glücklich. Unternehmen, deren Verantwortliche in falschen Rollenbildern denken, wird es mittel- bis langfristig nicht mehr geben. Sie gehen pleite.

Wer glaubt, Männer belegen deshalb den Großteil der Führungspositionen, weil es ihnen – dank Kungelkreisen – gelingt, Frauen absichtlich außen vorzuhalten, ist eine Verschwörungstheorie-Fan. Der Grund für geringe Frauenquoten in Führungspositionen ist ein anderer und tatsächlich im Kern ein gesellschaftlicher: Frauen wählen noch immer zu größeren Teilen Berufe, bei denen Anerkennung und Einkommen gering sind. Und sie steigen häufig länger aus dem Berufsleben aus.

Klassisches Rollenbilder dominieren weiter unser Leben. Man kann das schlecht finden. Man muss das aber nicht schlecht finden. Es ist das Ergebnis freier Entscheidungen.

Schon gar nicht sollte der Staat die Gesellschaft mit Zwang in eine Richtung bewegen, weil eine Mehrheit meint, sie sei für Alle die Richtige.

Tolerant sein heißt auch, Lebenseinstellungen hinzunehmen, die man selbst als überholt betrachtet. Zwang zum Fortschritt ist kein Fortschritt. Er ist nur, was er ist: Zwang.

Angela Merkel ist das egal. Sie ist auf die Linie der Unionsbefürworter einer starren Frauenquote in Aufsichtsräten eingeschwenkt und hat, schwups, der Opposition das nächste Wahlkampfthema weggeschnappt (siehe auch Pixelökonom-Post „Eisverkäuferin Merkel„).

Angela Merkel hat den Begriff von der „Alternativlosigkeit“ bei der so genannten Eurorettung geprägt. In absurder Weise gilt dieser Begirff vor allem für ihre Politik. Indem sie die Politik der Opposition betreibt (damit es für den Wähler keinen Grund gibt, die Opposition zu wählen), hat sie ihre eigene Politik alternativlos gemacht. Denn jedes andere Politikangebot ähnelt dem der Regierung.

Es ist deshalb wichtig, dass in Deutschland eine marktwirtschaftliche Opposition wächst, wie etwa die Alternative für Deutschland (AfD). Damit Angela Merkel nicht mehr nur zu SPD und Grünen schielen kann. Dass sie auch jenen, welche die Politik-Angebote der Opposition wenig schätzen, Aufmerksamkeit geben muss. Das Regieren wird für Angela Merkel schwerer werden. Aber ohne politische Alternativen hat die Demokratie ihren Namen nicht verdient.

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