Auf die FDP einzudreschen ist so populär wie uninovativ. Aber das geht jetzt nicht anders. Das muss raus. Alles andere würde der Gesundheit schaden.

Deutsche Ökonomen haben sich hinter Philip Rösler gestellt, lese ich eben. Es sind Ökonomen, die ich durch die Bank sehr schätze, Hochachtung vor ihrer Leistung habe. Aber diese Unterstützung geht mir gegen den Strich, so sehr sie in der Sache gerechtfertigt ist.

Herr Rösler hatte gesagt, dass man über eine Insolvenz Griechenlands nachdenken müsse. Viele Ökonomen sagen das auch. Es ist schlicht der einzig mögliche Weg aus der Schuldenkrise.

Was also Herr Rösler sagt, klingt vernünftig. Er nimmt sogar einen Konflikt mit der Bundeskanzlerin in Kauf. – Welch billige Finte! Morgen ist Wahl. Rösler kann gar nichts besseres passieren, als dass Frau Merkel meckert, als das Thema am Köcheln zu halten.

Denn die überwältigende Mehrheit der Deutschen ist gegen die Staaten-Rettung der Regierung. Für eine noch überwältigendere Mehrheit ist die FDP nicht wählbar. Da will die FPD kurz vor Urnenschluss noch ein paar Stimmen fischen. Herr Rösler macht Wahlkampf.

Man erkennt Menschen nicht an Worten, sondern an Taten. – Bei der Probeabstimmung zur Erweiterung des Rettungsschirms (EFSF), der am 29. September im Bundestag beschlossen werden soll, hatten ganze zwei FDP-Abgeordnete gegen den Rettungsschirm gestimmt.

Auch hier war das Kalkühl offensichtlich. Lässt die FDP die Abstimmung platzen, steht die Koalition auf dem Spiel. Neuwahlen aber würden den FPD-Abgeordneten im Bundestag ihren Job kosten (mindestens vielen von ihnen).

Man könnte fast Verständnis aufbringen, für solch ein egoistisches Motiv. Schließlich geht es um berufliche Existenzen. Aber nicht bei der Bedeutung dieser Abstimmung! Hunderte Milliarden Euro der Steuerzahler stehen auf dem Spiel.

Einen Schuldenschnitt in Erwägung zu ziehen, gleichzeitig Pleitestaaten Garantien über Milliarden zu gewähren, das ist keine konsistente Politik. Herr Rösler und die anderen FDP-Abgeordneten werden ihrer Verantwortung nicht gerecht. I dislike!

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10 thoughts on “ FDP – nicht wählbar! ”

  1. Sehr richtig. Man kann nicht über die Insolvenz Griechenlands nachdenken und gleichzeitig den Griechen Milliarden hinüberschieben. Im normalen Geschäftsleben wäre jeder Manager, der entsprechend handelt, sofort seinen Job los und auch noch wegen Veruntreuung vor Gericht.

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  2. Wer die Freie Demokratische Partei (FDP) nicht einmal richtig schreiben kann (Nicht FPD) sollte sich kein Urteil zu dieser Partei erlauben!
    Ein so schlecht begründetes sowieso nicht…

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  3. @sven gerst: 1. wer rechtschreibfehler findet darf sie behalten
    2. bitte argumente entkräften oder gegenargumente bringen. alles andere ist schwach…
    beste grüsse
    auch ein sven

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  4. Finde diesen Kommentar zu undifferenziert.

    Man kann sehr wohl (wie die Mehrheit der FDP) für eine Erweiterung des EFSF UND für eine geordnete Insolvenz Griechenlands sein.

    Es scheint doch so, dass die Märkte die Pleite Griechenlands eingepreist haben, insofern ist es nicht schlimm, wenn der Wirtschaftsminister einen geordneten Insolvenzverlauf des Landes thematisiert.

    Allerdings richtet sich der Blick nun verstärkt gen Italien und Spanien – und hier haben die Märkte noch kein Urteil gefällt, d. h., es ist hier noch möglich, über vertrauensbildende Maßnahmen gegenzusteuern. Und genau das tut man, wenn den ESFS erweitert.

    @sven
    Das Ignorieren von Groß- und Kleinschreibung verringert die Leserlichkeit und zeugt von Faulheit und von wenig Respekt gegenüber anderen Menschen – es ist einfach eine (völlig sinnlose) Unverschämtheit. Und wenn einer Rechtschreibregeln, die in der Schule ja gelehrt werden, nicht begreift, dann fragt man sich schon, wie viel derjenige überhaupt in der Birne hat.

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  5. Hallo Pixelökonom,

    da ich auf diesen Beitrag über benannten Blogeintrag, welchen du damit kritisieren möchtest, gestoßen bin, muss ich hier nun deinen Beitrag kritisieren. (Anm.: http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=7072#more-7072 )

    Es ist zwar richtig, dass bereits im Topic des Blogeintrags (siehe Link) klar als Subtitle „Ökonomen unterstützen Rösler“ steht, aus der folgenden Erörterung allerdings kein direkter oder indirekter Aufruf zur Unterstützung der FDP hervorgeht. Vielmehr scheint es benannten Ökonomen (siehe Textende) eher um die Aussage, welche Herr Rösler gemacht hat, zu gehen. Die Währungsunion wurde einst mit der Auflage gegründet keine Transferunion zu werden und genau dorthin steuere das Boot. Irgendjemand muss irgendwann das Kind einmal beim Namen nennen. Ob das nun ein Herr Rösler von der FDP ist oder ob es eine(r) der Damen und Herren einer anderen Partei tut, steht hierbei nicht im Vordergrund.

    Insofern verstehe ich deine harsche Attacke gegen die FDP in diesem Bezug nicht, da das nach meinem Erachten gar nicht zur Debatte stand.

    Wie du sicher selbst schon bemerkt hast, entsteht ein fader Beigeschmack von Populismus, welcher hier eher weniger angebracht ist.
    Falls ich deinen Beitrag fehlinterpretiert habe, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.

    Grüße

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