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studiVZ: Tödliche Netzwerkeffekte

Natürlich haben es fast alle immer besser gewusst. Keine neue Meldung über den Niedergang von studiVZ und Co. ohne weise Ratschläge, was nicht alles hätte besser gemacht werden müssen. Die Aufteilung auf drei unterschiedliche Plattform, zu wenige Neuerungen, häufiger Personalwechsel an der Spitze. Das und vieles mehr wurde genannt. Jetzt braucht es keine Ratschläge mehr. Die VZ-Netzwerke sind tot. Aber vielleicht gibt es ja ein paar Lehren zu ziehen. Damit anderen Unternehmen nicht das Gleiche passiert. Also, ein erstes und letztes Mal auf diesem Blog: Was ist bei studiVZ falsch gelaufen? Meine Meinung: Holtzbrinck hat im Wesentlichen nur einen einzigen Fehler begangen, nämlich studiVZ zu kaufen. Vielleicht hat bei der Entscheidungsfindung in Stuttgart schlicht ein Volkswirt gefehlt, der hätte erklären können, wie sich eine Branche entwickelt, in der es so genannte Netzwerkeffekte gibt. Wenn also der Nutzen eines Angebots (Produkt oder Dienstleistung) mit jedem zusätzlichem Anwender steigt. Dass dann eine solche Branche zum Monopol neigt, dass also am Ende nur ein einziges großes, den Markt dominierendes, Unternehmen übrig bleibt. Ein solches dominierendes Unternehmen muss nicht …

Hat Facebook Zukunft?

Börsen bergen Geheimnisse. Warum will der eine kaufen, was der andere los werden möchte? Weshalb lassen sich Massen dazu verleiten, Trends hinterherzulaufen bis die Trends zusammenbrechen? Und welch sonderliche Papiere werden an diesen Märkten überhaupt gehandelt? Börsen bringen häufig Licht ins Dunkle. Denn Börsen stellen Regeln auf. Sie schreiben vor, zu welchen Bedingungen Geschäfte getätigt werden dürfen, und sie zwingen jene, die über den Verkauf von Papieren an frisches Geld kommen wollen, Informationen preis zu geben, damit jene, die das Geld geben, halbwegs wissen, worauf sie sich einlassen. Rund fünf Milliarden Dollar will Facebook mit seinem im Mai geplanten Börsengang einsammeln. Das weltweit größte soziale Netzwerk hat sich dafür ausgezogen, allen voran sein Erfinder Marc Zuckerberg. Im 207 Seiten umfassenden Börsenprospekt ist zu lesen, dass Zuckerberg im vergangenen Jahr 693.000 Dollar ausgegeben hat, um nicht mit Linienfliegern, sondern mit gecharterten Flugzeugen zu reisen, angeblich aus Sicherheitsgründen. Und dass Zuckerberg bisher pro Jahr 483.300 Dollar verdient hat sowie ein Bonus von zuletzt 221.000 Dollar; dass er in Zukunft aber nur noch ein symbolisches Gehalt von einem Dollar beziehen …

Die Großen werden größer: Wie das Internet die Macht von Unternehmen wie Amazon zementiert

Wer bei Amazon ein Buch zum Thema „verkaufen“ sucht, wird mit Angeboten zugeschüttet. „Besser verkaufen mit Glaubwürdigkeit und Sympathie“, „30 Minuten für erfolgreiches Verkaufen“ oder „Erfolgreich Verkaufen für Dummies“, heißen die dort angebotenen Bücher. 48.121 Ergebnisse spuckt die Amazon-Datenbank aus. Man kann sich diese Bücher aber auch sparen. Es reicht, dem zuzuhören, der diese Bücher verkauft: Jeffrey Preston Bezos, besser bekannt als Jeff Bezos, Gründer und Chef von Amazon, dem weltweit größten Internethändler. Der Wirtschafts-Zeitschrift Harvard Business manager (Ausgabe 11/2007) hat Bezos einmal verraten, wie er es mit dem 1994 gegründeten Unternehmen zur globalen Nummer Eins unter den Internet-Verkaufshäusern gebracht hat. “Wir verdienen kein Geld, indem wir Sachen verkaufen“, hatte er gesagt, „wir verdienen Geld, wenn wir den Kunden helfen, Kaufentscheidungen zu treffen.” Den Kunden in den Mittelpunkt stellen! So oder so ähnlich liest man es auch in den zahllosen Verkäufer-Büchern. Aber keiner hat dies so ernst genommen wie der 1964 in New Mexico, USA, geborene Bezos. Denn wer bereit ist, Geld auszugeben, hat zwei Entscheidungen zu treffen. Was will ich kaufen? Und: Wo will …