Detachment: Better then Dead Poets Society

This is an exceptional movie in many ways, because of the intense play of Adrien Brody for example, but not least Detachment (Trailer) – which I saw yesterday on Netflix – is a passionate plea against state monopoly on education; it shows what happen to institutions and people (pupils) when they are trapped in that institution – or to say it economically (and way to unemotional for that movie): if demand meets supply monopoly.

Zwei, die für Freiheit kämpfen

Zwei liberale Menschen, die ich schätze, in zwei Videos, die im Rahmen eines Video-Workshops bei der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (für die ich arbeite) gedreht und geschnitten wurden.

Clemens Schneider, mit Frank Schäffler, Mitgründer des Freiheitsinstituts Prometheus, über die Ziele der kleinen neuen Denkfabrik in Berlin….

… und Michael Wohlgemuth, Gründungsdirektor von Open Europe Berlin, über die Griechenland-Krise.

Teilen Sie den Beitrag in den sozialen Medien – und folgen Sie dem Pixelökonom auf Facebook, Twitter, Google+ oder abonnieren Sie den RSS-Feed.

Ein Markt für Schulden – oder: Warum sich Griechenland und Deutschland nicht streiten müssten

Ist ein Schuldenschnitt (es wäre der größte aller Zeiten) gut für Griechenland? Für Europa? Für die Welt?

Einiges spricht dafür:

  • möglicher Wachstumsschub nach Schuldenschnitt,
  • finanzieller Spielraum für den griechischen Staat;

anderes dagegen:

  • Schuldenschnitt könnte in Europa Schule machen,
  • möglicher Gesichtsverlust für Stabilitätsländer wie Deutschland.

Eine Entscheidung wäre leichter, würden die griechischen Schulden nicht in erster Linie von allen Europäern geschultert (80 Prozent der griechischen Schulden von 320 Milliarden Euro liegen beim Europäischen Rettungsfonds, der EZB und dem IWF), sondern von jenen, die bereit waren, dem griechischen Staat Geld zu leihen, die sich dafür entschieden haben ins Risiko zu gehen und die deshalb auch die Folgen tragen müssen.

Aber so ist es nicht. Risiko und Haftung sind bei der europäischen Schuldenkrise auseinander gefallen (genauer gesagt war Risiko und Haftung seit der Euro-Einführung nie wirklich in der gleichen Hand). Die Politik ist eingesprungen. Staaten haben anderen Staaten Geld geliehen. Jetzt hängt alles mit jedem zusammen. Und die Verantwortlichen, so sie noch im Amt sind, können sich aus selbiger stehlen.

Wie sähe die Entscheidung aus, wenn der griechische Staat seine Schulden nicht bei Staaten hätte? Würde er dann einen Schuldenschnitt durchführen?

Ein Schuldenschnitt ist nichts anderes als ein Vetragsbruch, nämlich in der Form der Nichteinhaltung des Versprechens, das geliehene Geld (mit Zinsen) zurückzuzahlen. Einen solchen Vertrauensverlust würde sich die griechische Regierung gut überlegen. Denn wer Vertrauen verloren hat, tut sich in der Zukunft schwer. Wer leiht schon jenem Geld, der in der Vergangenheit seine Gläubiger nicht befriedigt hat?

Dennoch könnte sich die griechische Regierung einen Schuldenschnitt erlauben. Sie hätte dabei aber nur eine einzige Handlungsmöglichkeit, um nach einem Schuldenschnitt neues Geld geliehen zu bekommen: Sie müsste mittels radikaler Strukturreformen glaubhaft versichern, dass die Zukunft anders wird als die Vergangenheit war. Nur so könnte sie Vertrauen zurückgewinnen.

Und so würde Griechenland mittelfristig ein wirtschaftsstarkes Land.

Aber die griechischen Schulden werden nicht am Markt verhandelt. Sondern in der Politik. Und die Politik hat es noch immer geschafft, andere für eigenes Fehlverhalten schuldig zu sprechen. Besonders gerne das Ausland. Denn da wohnen keine Wähler.

Und so wirft die deutsche Regierung der griechischen mangelnden Reformwillen vor (und lenkt damit von ihren eigenen Fehlern  – Stichwort “Vergemeinschaftung der Schulden” – bei der europäischen Staatsschuldenkrise ab), während die neue griechische Regierung die Schuld für ihre missliche Wirtschaftslage den Auflagen der Troika und den Deutschen in die Schuhe schieben.

Der Markt kennt keine Moral, heißt es. Das kann ein Segen sein.

Teilen Sie den Beitrag in den sozialen Medien – und folgen Sie dem Pixelökonom auf Facebook, Twitter, Google+ oder abonnieren Sie den RSS-Feed.

Deutschland im Jahr 2015:

“Die Unterbrechung der Erwerbstätigkeit aufgrund der Notwendigkeit Kinder oder Angehörige zu betreuen, ist ein beinahe rein weibliches Phänomen.”

// Stefan Stuth und Marina Henning vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung in “Ist der Beruf entscheidend? Zum Einfluss beruflicher Eigenschaften auf die Dauer familienbedingter Nichterwerbsphasen von Frauen” #wtf

Keinen INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter, Google+ oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed oder Newsletter.

Eine Frage der Anreize – oder: Warum es Krautreporter an Relevanz fehlt

Krautreporter "Über uns"-Seite
Krautreporter – Journalismus für Couch Potatos?

“Selbst ein Onlinemagazin, das nichts kostet, würde ich spätestens jetzt wegen mangelnder Relevanz aufhören zu lesen”, schreibt Frau Meike über ihre ersten Monate als Leserin von Krautreporter.

Warum mich das wenig wundert? Weil das Finanzierungsmodell von Krautreporter schlicht zu wenig Anreiz schafft, relevante Inhalte zu erstellen.

Klickzahlen mögen nicht das Beste an Journalismus hervorbringen, für den Maßstab der Relevanz sind sie kein schlechter Gradmesser. Weil Menschen klicken, was sie für relevant halten.

Ebenso beim Kauf einzelner Ausgaben: Man gibt nur dann Geld aus, wenn man glaubt, dass der Inhalt für einen selbst relevant ist.

Folge: Wer an Klickzahlen und am Einzelverkauf gemessen wird, hat ein hohes Interesse, für seine Zielgruppe interessierende Inhalte zu erstellen. Die Krautreporter sind diesem Druck nicht ausgesetzt. Sie haben das Geld (für ein Jahr) vorab bekommen. Das war großartig und notwendig, um das Projekt starten zu können, aber es benötigt enorme Disziplin, den Leser, Hörer, Zuschauer nicht aus den Augen zu verlieren.

Denn natürlich will jeder Journalist gelesen werden, aber eben am liebsten mit jenen Geschichten, die er selbst gewählt hat. Vielleicht, weil ihn eine Geschichte besonders interessiert. Vielleicht, weil er sich von seiner Story Prestige oder berufliches Fortkommen verspricht. Nicht immer jedenfalls werden es jene Geschichten sein, welche für die Leser am relevantesten sind.

Übrigens: Dass ein werbefinanziertes Onlinemagazin seinen journalistischen Anspruch nicht verlieren muss, zeigt Quartz. 2012 von der Atlantic Media Company in New York gegründet, suchen täglich 25 Journalisten nach Relevanz.

Ich finde, die Suche ist sehr erfolgreich.

Warum freilich der Vergleich mit Krautreporter hinkt? Wegen der Sprache. Das Lesepotenzial (und damit die möglichen Werbeeinnahmen) von Quartz ist ungleich größer.

Vielleicht eine Idee für Krautreporter: Eine werbefinanzierte englischsprachige Seite mit den übersetzten Texten der deutschen Ausgabe.

Teilen Sie den Beitrag in den sozialen Medien – und folgen Sie dem Pixelökonom auf Facebook, Twitter, Google+ oder abonnieren Sie den RSS-Feed.

Was tun gegen Terrorismus? Ignorieren!

Bedrohen Islamisten (oder gar nur der Islam) Deutschland? “Ist Europas Freiheit in Gefahr?“, wie Frank Plasberg gestern seine Hart-aber-fair-Sendung suggestiv betitelte.

Natürlich nicht.

In den vergangenen zehn Jahren starben in Deutschland 40 Menschen durch Blitzschlag – aber kein einziger durch die Hand von Terroristen (Vertiefung hier).

Das muss so nicht bleiben. Aber ohne Zweifel steht die gefühlte Bedrohung in keinem Verhältnis zur wirklichen. Diese Diskrepanz ist gewollt. Zur Ökonomie des Terrors gehört, Anschläge möglichst grausam zu verüben. Angst und Schrecken sollen maximiert werden. Diese “Schäden” wirken millionenfach und sind häufig nachhaltig (siehe auch “Wirtschaftliche Auswirkungen des Terrorismus“).

Die mediale Wirkung ist also ein, vielleicht das wichtigste Ziel von Terroristen. Fast jede Berichterstattung über das Attentat auf die Mitglieder der Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo in Paris zahlt damit auf das – mittlerweile gut gefüllte – Konto der Attentäter ein.

Die Medien stecken in einem Dilemma. Sie brauchen, wie die Terroristen, Aufmerksamkeit. Deshalb können sie (vermutlich) nicht anders, als das Spiel der Terroristen mitzuspielen, und sich so zu deren Erfüllungsgehilfen zu machen, selbst wenn, wie im Fall von Charlie Hebdo, die Getöteten selbst Journalisten sind.

Der Ökonom Bruno S. Frey schreibt in dem lesenswerten Artikel “How to Deal with Terrorism“:

The relationship between terrorists and the media can be described as ‘symbiotic.’ The interests of the terrorists are similar or even identical to those of the media: Both want to make news, and both want the terrorist act to remain in the news as long and as prominently as possible.

Und die Politik ist ebenfalls Gefangener in diesem Spiel. “Um sich von den Bürgern und Medien nicht den Vorwurf gefallen lassen zu müssen, die Risiken auf die leichte Schulter zu nehmen, neigt die Politik zu einer Überreaktion auf Terrorismus”, hat Timo Brück vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) vor einiger Zeit im Handelsblatt gesagt.

Deshalb: Wer den Terroristen nicht in die Falle gehen will, denkt besser rational und bleibt, so gut es geht, entspannt.

Teilen Sie den Beitrag in den sozialen Medien – und folgen Sie dem Pixelökonom auf Facebook, Twitter, Google+ oder abonnieren Sie den RSS-Feed.

Die FDP kommt zurück! – Wetten, dass…

Logo FDP

Die Sehnsucht nach einer neuen FDP mit Einfluss wächst, mein Eindruck. Egal in welcher Farbe. Weil jene, die sich Attribute geben wie “freiheitsliebend”, “staatskritisch”, “weltoffen”, “unternehmerfreundlich” oder “eigenverantwortlich” ohne politische Heimat sind. Zwischen 5 und 10 Prozent der Deutschen ticken so, sagen Empiriker – zu wenig für Mehrheiten, genug für Mitsprache in Parlamenten.

An Mitsprachemöglichkeiten aber fehlt es bekanntlich aktuell. Die Piraten haben sich zerlegt, die Grünen halten dem Spagat von konservativer Gefolgschaft und Freiheitsthemen nicht Stand, Union und SPD binden mit Umverteilung die Massen, und die AfD hat ihre Anfangssympathie verspielt. Auch außerhalb des Parteienspektrums gibt es keine breite Bewegung, in der sich liberale Menschen wiederfinden könnten. Bleibt die FDP. Sie ist konkurrenzlos. Verrückt eigentlich, nach allem, was hinter ihr liegt.

Dass die FDP ohne Alternative ist, liegt an den Liberalen selbst. Weil wer individuell denkt, sich mit Gemeinschaftsprojekten bisweilen schwer tut. Glück für die FDP, die nun eine neue Chance bekommt zu werden, was sie bisher nur teilweise war: eine liberale Partei.

Teilen Sie den Beitrag in den sozialen Medien – und folgen Sie dem Pixelökonom auf Facebook, Twitter, Google+ oder abonnieren Sie den RSS-Feed.

“Es wird so getan als wollten alle Eltern spätestens ein Jahr nach der Geburt wieder Vollzeit arbeiten”

Ich habe Kristina Schröder für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ein paar Fragen gestellt, und ich finde Sie hat eine angenehm liberale Haltung bezüglich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, in dem Sinne, dass Politik und Wirtschaft die Menschen nicht zu einem für die Gesellschaft nützlichen Verhalten drängen sollten.

“Es wird so getan als wollen alle Familien spätestens ein Jahr nach der Geburt wieder Vollzeit arbeiten – und zwar beide Elternteile. Ich glaube nicht, dass das so ganz die Realität in Deutschland ist. Viele Eltern wollen das, dann sollten das Staat und Wirtschaft unterstützen, aber viele wollen das eben auch nicht, und sagen, diese besonderen Jahre wollen wir so arrangieren, dass einer von beiden Teilzeit arbeitet. Und ich finde das genauso OK.”

Teilen Sie den Beitrag in den sozialen Medien – und folgen Sie dem Pixelökonom auf Facebook, Twitter, Google+ oder abonnieren Sie den RSS-Feed.

Eine Frage der Freiheit

Warum ich gegen eine (hohe) Erbschaftsteuer bin? Weil der Mensch selbst bestimmen sollte, wem er, wenn er stirbt, sein Eigentum übergibt.

Why I am against (high) inheritance taxation? Because each person should decide for themselves who becomes, in case of death, the new owner of his property. It’s a matter of freedom!