Liebe EZB,

Mac Book Preise

ich finde das neue Mac Book von Apple ziemlich geil. Das letzte, das ich mir gekauft habe, hatte 899 Euro gekostet. Jetzt hat sich der Euro-Dollar-Kurs dermaßen verschlechtert, dass  man für das günstigste Modell 1.449 Euro zahlen muss. Darf ich euch den Differenzbetrag in Rechnung stellen?

Gruß
Pixeloekonom

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Liebe Kulturschaffenden von Berlin,

nur mal so zur Begriffsklärung: Eure Angst vor einem Theater als “neoliberale Veranstaltung” durch Chris Dercon kann ich euch nehmen. Eine Institution, die mit Steuergeldern der Allgemeinheit finanziert wird, kann schon per Definition nicht neoliberal sein. Beim staatlichen Theater bestimmt bekanntlich die Politik, wer welches Theater macht. Das hat mit Neoliberalismus (“Vorherrschaft des Marktes”) so wenig zu tun wie Castorfs Volksbühne mit Bauerntheater.

Und: Wäre das Theater tatsächlich eine “neoliberale Veranstaltung”, müsstet ihr euch gar nicht mit der Politik darüber streiten, wer die besten Chefs für Eure Theater sind. Ihr würdet das einfach selbst entscheiden. Das wäre Neoliberalismus.

mehr hier: http://de.m.wikipedia.org/wiki/Neoliberalismus

und hier: http://blog.frieze-magazin.de/das-ende-der-wende/

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Mehr Markt -> mehr Gehalt: Warum Erzieher zu wenig verdienen

Bisweilen wird der “scharfe  Wettbewerb” für niedrige Löhne verantwortlich gemacht. Auch die Mindestlohn-Einführung wurde mit diesem Argument begründet. Dabei ist es häufig umgekehrt: Die Ausschaltung von Wettbewerb führt zu geringeren Einkommen als möglich wären. Denn Wettbewerb bringt Fortschritt. Und Fortschritt schlägt sich auch in Form höherer Einkommen nieder.

Auch fehlender Wettbewerb auf Arbeitgeber-Seite ist negativ für Arbeitnehmer, wie beispielhaft die aktuelle Diskussion um die Einkommen von Erziehern offensichtlich macht. Der vermutlich mehrheitliche Konsens bei diesem Thema lautet: Erzieher ist ein wichtiger Beruf, und für die Bedeutung dieses Berufs ist die Bezahlung zu gering. Deshalb wundert es wenig, dass sich auch die Politik für höhere Einkommen stark macht.

Mal abgesehen davon, dass Kita-Erzieher im Vergleich zu anderen Berufen des Dienstleistungssektors (durchschnittliches steuerpflichtiges Gehalt einer Fachkraft im Dienstleistungssektor: 2.803 Euro) gar nicht weniger verdienen, nämlich 2.880 Euro: Erzieher könnten wahrscheinlich deutlich höhere Einkommen erzielen, wenn es im Bildungssektor (mehr) Wettbewerb gäbe.

Kita-Tarifverhandlungen Leistung wird durchaus honoriert
Quelle: IW Köln

Denn ein Großteil der Erzieher arbeitet für einen einzigen Arbeitgeber, den Staat. Der hat es als alleiniger Anbieter von Erzieher-Stellen relativ einfach, geringe Löhne zu zahlen. Weil es Erziehern an Alternativen mangelt. Und wer keine Wahl hat, der hat im Verhandlungspoker um ein höheres Einkommen schlechte Karten.

“Wo keine freie Preisbildung über den Markt möglich ist, ist der finanzielle Spielraum geringer”, schreibt Tarif-Experte Hagen Lesch vom IW Köln. Und: “Wenn die Kita-Tarifauseinandersetzung die Frage nach dem Wert der Arbeit aufwirft, sollte darüber diskutiert werden, wie sich die Preise im Bildungswesen künftig bilden sollen. ”

Oder anders gesagt: Wer höhere Löhne für jene wünscht, die  junge Menschen pädagogisch begleiten, der sollte sich  – freilich nicht nur aus diesem Grund – für mehr Wettbewerb im Bildungswesen, also den Rückzug des Staates, einsetzen.

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50 Plus X: Warum zweimal zahlen für gleiche Inhalte?

Liebe Zeitungsbranche, glaubt ihr, es ist ein strategisch kluger – klug im Sinne von euer Überleben sichernder –  Schachzug, euren Kunden, die Monat für Monat über 50 Euro für das Lesen eurer Printzeitung bezahlen, nochmals extra Geld für die gleichen Inhalte (nur digital) abknöpfen zu wollen? Preisübersicht digital Süddeutsche Zeitung   Teilen Sie den Beitrag in den sozialen Medien – und folgen Sie dem Pixelökonom auf Facebook, Twitter, Google+ oder abonnieren Sie den RSS-Feed.

Haucap: “Die Digitalisierung bietet erhebliche Chancen”

Die Sharing-Ökonomie, also das temporäre Teilen von Ressourcen, ist bekanntlich nichts grundsätzlich Neues. Lesezirkel gibt es seit Jahrzehnten, das Teilen von landwirtschaftlichen Nutzmaschinen ist noch älter.

Doch das Internet lässt die Möglichkeiten der gemeinsamen Nutzung zunehmen. “Scheiterte das temporäre Teilen von Ressourcen in der Vergangenheit oft an hohen Such‐ und Transaktionskosten, sind diese Suchkosten als auch andere Transaktionskosten durch das Internet deutlich gesunken”, schreibt Justus Haucap im Working Paper “Ökonomie des Teilens – nachhaltig und innovativ? – Die Chancen der Sharing Economy und ihre möglichen Risiken und Nebenwirkungen

Durch das Internet sei das sehr kurzzeitige und sehr kleinteilige Teilen von Ressourcen deutlich einfacher und lohnenswerter geworden, so Haucap weiter. Wie Jeremy Rifkin schon 2000 prognostiziert habe, sei damit das Eigentum an Ressourcen zunehmend weniger wichtig, da es andere Formen des Zugangs zu den Ressourcen gebe als über das Eigentum.

Schätzungen zeigten, so Hacuap, dass

  • die Wachstumsrate in den EU27‐Ländern um 0,2 Prozent steigern könnte,
  • damit etwa eine Million neue Arbeitsplätze entstehen könnten;
  • in Deutschland die Zahl der Arbeitsplätze über fünf Jahre hinweg um zwischen 50.000 und 240.000 steigen könnte,
  • im Wesentlichen ausgelöst durch einen prognostizierten Markteintritt von etwa 40.000 neuen kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Was diesen Wachstumsschub konkret ausgelöst habe, seien im Wesentlichen zwei Gründe:

  • Erstens reduziere das Internet die Suchkosten in ganz erheblicher Weise das „Matching“ von Anbietern und Nachfragern auch für kleine Transaktionen (wie eine kurze Stadtfahrt oder eine Übernachtung).
  • Und zweitens löse das Internet das Problem fehlenden Vertrauens zwischen ehemals weitgehend anonymen Anbietern und Nachfragern. In der Vergangenheit sei es aufgrund zahlreicher Informationsprobleme riskant gewesen, die eigene Wohnung Fremden zu überlassen oder diese im Auto mitzunehmen bzw. bei diesen mitzufahren, sodass zahlreiche Transaktionen einfach unterblieben seien, was nun über Bewertungs‐ und Reputationsmechanismen die Anonymität des Marktes überwunden werden könne, indem Vertrauen durch Reputationsmechanismen induziert werde. “Nicht zufällig ist etwa bei Uber oder AirBnB wie schon bei eBay das gegenseitige Bewerten nach einer Transaktion ein zentraler Punkt für das Funktionieren der Plattformen.”

Mit den neuen Diensten, so Haucap, stellten sich allerdings auch ordnungspolitische Fragen:

Werden etwa soziale Standards und gesetzliche Regulierungen umgangen und wird so ein unfairer Wettbewerb zwischen gewerblichen und privaten Anbietern von Autofahrten und Übernachtungs‐ möglichkeiten ausgelöst, der gewerbliche Anbieter künstlich benachteiligt? Hebelt eine Umgehung bestehender Regulierungen durch neue Anbieter eigentlich sinnvolle Regelungen aus und entstehen so Nachteile für dann rechtlich weniger geschützte Marktteilnehmer wie etwa Auftragnehmer und Verbraucher? Sind neue Besteuerungsverfahren nötig, wenn davon auszugehen ist, dass viele Transaktionen von privaten Personen in der Sharing Economy in der Regel nicht oder nur teilweise versteuert werden?

Die Politik neige bei der Sharing-Ökonomie dazu, das Kind mit dem Bade auszuschütten:

Angesichts dieser Fragen ist eine erste Reaktion vieler Politiker auf die neue digitale Konkurrenz in Europa –auch im Interesse der etablierten Anbieter, die sich nur ungern diesem neuen Wettbewerb stellen – abwehrend: Google zerschlagen, Amazon regulieren, Uber und AirBnB verbieten, so die Vorschläge.

Die Folge: Volkswirtschaftlich sinnvolle Transaktionen würden unterbunden, denn prinzipiell könnten sich durch ein gemeinsames Nutzen von Ressourcen auch im privaten Bereich sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile ergeben: “Je einfacher und günstiger es ist, sich ein Auto mit anderen zu teilen oder sich fahren zu lassen statt selbst zu fahren, desto weniger ist es notwendig, selbst ein Auto zu besitzen.”

Haucap plädiert deshalb etwa für die Deregulierung des Taximarktes.

Sein Fazit:

Alles in allem bietet die Digitalisierung erhebliche Chancen, die Nutzung von Ressourcen erheblich effizienter zu gestalten und damit neben ökonomischen auch ökologische Vorteile zu realisieren. Um unerwünschte Risiken und Nebenwirkungen zu vermeiden, ist eine Anpassung bestehender Regelungen notwendig. Durch verbesserte Datenübermittlungen an Finanz‐ und Aufsichtsbehörden, könnte die Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit in auch bisher schon lange kritischen Bereichen wie dem Taxigewerbe sogar eingedämmt und damit Wettbewerbsverzerrungen vermieden werden.

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Detachment: Better then Dead Poets Society

This is an exceptional movie in many ways, because of the intense play of Adrien Brody for example, but not least Detachment (Trailer) – which I saw yesterday on Netflix – is a passionate plea against state monopoly on education; it shows what happen to institutions and people (pupils) when they are trapped in that institution – or to say it economically (and way to unemotional for that movie): if demand meets supply monopoly.

Zwei, die für Freiheit kämpfen

Zwei liberale Menschen, die ich schätze, in zwei Videos, die im Rahmen eines Video-Workshops bei der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (für die ich arbeite) gedreht und geschnitten wurden.

Clemens Schneider, mit Frank Schäffler, Mitgründer des Freiheitsinstituts Prometheus, über die Ziele der kleinen neuen Denkfabrik in Berlin….

… und Michael Wohlgemuth, Gründungsdirektor von Open Europe Berlin, über die Griechenland-Krise.

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Ein Markt für Schulden – oder: Warum sich Griechenland und Deutschland nicht streiten müssten

Ist ein Schuldenschnitt (es wäre der größte aller Zeiten) gut für Griechenland? Für Europa? Für die Welt?

Einiges spricht dafür:

  • möglicher Wachstumsschub nach Schuldenschnitt,
  • finanzieller Spielraum für den griechischen Staat;

anderes dagegen:

  • Schuldenschnitt könnte in Europa Schule machen,
  • möglicher Gesichtsverlust für Stabilitätsländer wie Deutschland.

Eine Entscheidung wäre leichter, würden die griechischen Schulden nicht in erster Linie von allen Europäern geschultert (80 Prozent der griechischen Schulden von 320 Milliarden Euro liegen beim Europäischen Rettungsfonds, der EZB und dem IWF), sondern von jenen, die bereit waren, dem griechischen Staat Geld zu leihen, die sich dafür entschieden haben ins Risiko zu gehen und die deshalb auch die Folgen tragen müssen.

Aber so ist es nicht. Risiko und Haftung sind bei der europäischen Schuldenkrise auseinander gefallen (genauer gesagt war Risiko und Haftung seit der Euro-Einführung nie wirklich in der gleichen Hand). Die Politik ist eingesprungen. Staaten haben anderen Staaten Geld geliehen. Jetzt hängt alles mit jedem zusammen. Und die Verantwortlichen, so sie noch im Amt sind, können sich aus selbiger stehlen.

Wie sähe die Entscheidung aus, wenn der griechische Staat seine Schulden nicht bei Staaten hätte? Würde er dann einen Schuldenschnitt durchführen?

Ein Schuldenschnitt ist nichts anderes als ein Vetragsbruch, nämlich in der Form der Nichteinhaltung des Versprechens, das geliehene Geld (mit Zinsen) zurückzuzahlen. Einen solchen Vertrauensverlust würde sich die griechische Regierung gut überlegen. Denn wer Vertrauen verloren hat, tut sich in der Zukunft schwer. Wer leiht schon jenem Geld, der in der Vergangenheit seine Gläubiger nicht befriedigt hat?

Dennoch könnte sich die griechische Regierung einen Schuldenschnitt erlauben. Sie hätte dabei aber nur eine einzige Handlungsmöglichkeit, um nach einem Schuldenschnitt neues Geld geliehen zu bekommen: Sie müsste mittels radikaler Strukturreformen glaubhaft versichern, dass die Zukunft anders wird als die Vergangenheit war. Nur so könnte sie Vertrauen zurückgewinnen.

Und so würde Griechenland mittelfristig ein wirtschaftsstarkes Land.

Aber die griechischen Schulden werden nicht am Markt verhandelt. Sondern in der Politik. Und die Politik hat es noch immer geschafft, andere für eigenes Fehlverhalten schuldig zu sprechen. Besonders gerne das Ausland. Denn da wohnen keine Wähler.

Und so wirft die deutsche Regierung der griechischen mangelnden Reformwillen vor (und lenkt damit von ihren eigenen Fehlern  – Stichwort “Vergemeinschaftung der Schulden” – bei der europäischen Staatsschuldenkrise ab), während die neue griechische Regierung die Schuld für ihre missliche Wirtschaftslage den Auflagen der Troika und den Deutschen in die Schuhe schieben.

Der Markt kennt keine Moral, heißt es. Das kann ein Segen sein.

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Deutschland im Jahr 2015:

“Die Unterbrechung der Erwerbstätigkeit aufgrund der Notwendigkeit Kinder oder Angehörige zu betreuen, ist ein beinahe rein weibliches Phänomen.”

// Stefan Stuth und Marina Henning vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung in “Ist der Beruf entscheidend? Zum Einfluss beruflicher Eigenschaften auf die Dauer familienbedingter Nichterwerbsphasen von Frauen” #wtf

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Eine Frage der Anreize – oder: Warum es Krautreporter an Relevanz fehlt

Krautreporter "Über uns"-Seite
Krautreporter – Journalismus für Couch Potatos?

“Selbst ein Onlinemagazin, das nichts kostet, würde ich spätestens jetzt wegen mangelnder Relevanz aufhören zu lesen”, schreibt Frau Meike über ihre ersten Monate als Leserin von Krautreporter.

Warum mich das wenig wundert? Weil das Finanzierungsmodell von Krautreporter schlicht zu wenig Anreiz schafft, relevante Inhalte zu erstellen.

Klickzahlen mögen nicht das Beste an Journalismus hervorbringen, für den Maßstab der Relevanz sind sie kein schlechter Gradmesser. Weil Menschen klicken, was sie für relevant halten.

Ebenso beim Kauf einzelner Ausgaben: Man gibt nur dann Geld aus, wenn man glaubt, dass der Inhalt für einen selbst relevant ist.

Folge: Wer an Klickzahlen und am Einzelverkauf gemessen wird, hat ein hohes Interesse, für seine Zielgruppe interessierende Inhalte zu erstellen. Die Krautreporter sind diesem Druck nicht ausgesetzt. Sie haben das Geld (für ein Jahr) vorab bekommen. Das war großartig und notwendig, um das Projekt starten zu können, aber es benötigt enorme Disziplin, den Leser, Hörer, Zuschauer nicht aus den Augen zu verlieren.

Denn natürlich will jeder Journalist gelesen werden, aber eben am liebsten mit jenen Geschichten, die er selbst gewählt hat. Vielleicht, weil ihn eine Geschichte besonders interessiert. Vielleicht, weil er sich von seiner Story Prestige oder berufliches Fortkommen verspricht. Nicht immer jedenfalls werden es jene Geschichten sein, welche für die Leser am relevantesten sind.

Übrigens: Dass ein werbefinanziertes Onlinemagazin seinen journalistischen Anspruch nicht verlieren muss, zeigt Quartz. 2012 von der Atlantic Media Company in New York gegründet, suchen täglich 25 Journalisten nach Relevanz.

Ich finde, die Suche ist sehr erfolgreich.

Warum freilich der Vergleich mit Krautreporter hinkt? Wegen der Sprache. Das Lesepotenzial (und damit die möglichen Werbeeinnahmen) von Quartz ist ungleich größer.

Vielleicht eine Idee für Krautreporter: Eine werbefinanzierte englischsprachige Seite mit den übersetzten Texten der deutschen Ausgabe.

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